Freitag, August 25, 2006

IWBG · ALEFELD

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Yvonne-Patricia Alefeld
Passagen ins Exil
Walter Benjamin und Raoul Hausmann auf Ibiza
Fragwürdige »Vollkommenheit am Rande des Unsichtbaren«


Walter Benjamin, der das Reisen als Flucht vor dem Scheitern interpretierte wie auch als Gelegenheit zur Verwandlung verstand, hielt sich während der frühen 30er Jahre zweimal auf der balearischen Insel Ibiza auf. Gemäß dem Denken Benjamins wird die Insel einerseits zur Leinwand für eine Fülle von kulturell kodierten Bildern, für die der Kulturtheoretiker auffällig die Bilder Gauguins konsultierte. Andererseits erscheint Ibiza als Arkadienbild, in dessen Kern der Tod lauert. So lassen sich auf der sturmumtosten Insel im Mittelmeer Zeichen der politisch gefährlichen Ereignisse um die Nationalsozialistenn Deutschland erkennen. Analog zu Benjamins Inselbild inszeniert der ibizenkische Roman Raoul Hausmanns längst vergessene Traumstücke, die so provokant wie aggressiv die Insel als Strafort und Liebesparadies dekonstruieren. »Ibiza ist: Nichts. Nichts mehr. Nur Traum.«




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